Jun 25

Italien – Potentiale für den deutschen Maschinenbau

Italien ist traditionell ein wichtiger Partner für den deutschen Maschinenbau. Mit Lieferungen von Maschinen und Anlagen in Höhe von knapp 8,4 Mrd. Euro im Jahr 2018 ist Italien einer der wichtigsten Exportmärkte für Deutschland. In Bayern liegt Italien auf Platz 4 der wichtigsten Exportmärkte im Maschinenbau (2017). Träger der industriellen Produktion in Italien ist ebenfalls der Mittelstand, so dass deutsche Firmen mit gleichen Partnern kooperieren können. Deutsche Maschinenbauer fühlen sich insgesamt „wohl“ auf dem italienischen Markt und sind mit Vertrieb, Service, Montage und Produktion vor Ort.

Fast alle Segmente der italienischen Industrie haben sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, dennoch sind die Einbußen aus den Krisenjahren nach wie vor spürbar. Aufgrund des relativ hohen Alters des Maschinen-Bestandes und des wachsenden Bedarfs an neuen Technologien besteht dringender Modernisierungsbedarf. Der Staat unterstützt die italienischen Firmen beispielswiese mit Investitionsanreizen aus dem Programm „Industria 4.0“. Das Programm ermöglicht im Jahr 2019 sog. „Mega“-Abschreibungen von bis zu 270 Prozent des Anschaffungswertes von neuen Geräten, Maschinen und Anlagen, welche der Digitalisierung der Unternehmen dienen.

Aufgrund der Investitionsanreize zeigen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, welche bis dato etwas schwerer zu motivieren waren, verstärkt Interesse an der Thematik, tätigen vermehrt Investitionen und suchen die Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen, die bereits Erfahrung in diesem Bereich haben: Der richtige Zeitpunkt um Know-How aus Deutschland und Produkte Made in Germany auf dem Markt zu positionieren.

Anhand eines Praxisberichtes eines Mitgliedsunternehmens werden erfolgreiche Strategien für die Vorgehensweise deutscher Maschinenbauunternehmen auf dem italienischen Markt diskutiert. Zudem erhalten Sie Informationen zu den aktuellen Möglichkeiten und dem Potential auf dem italienischen Markt sowie Tipps für den Geschäftsalltag. Ebenso werden die Möglichkeiten zur Nutzung der „Mega-Abschreibungen“ durch das Programm „Industria 4.0“ erläutert.

Tagesordnung:

  • Begrüßung und Einführung – Maschinenhandel mit Italien
    Carina Mazzucato, VDMA Bayern, München
  • Marktentwicklung und Marktpotential
    Sebastian Euchenhofer, Team Leader Marktentwicklung & Markterschließung, AHK Italien
  • Praxisbericht (auf Englisch)
    Ing. Alberto Dalle Coste, Managing Director, Bauer Macchine Italia
  • Diskussion an drei Thementischen:

     1. Rechtliche Rahmenbedingungen
     
    Carolina Pajè, Team Leader Recht & Steuern, AHK Italien
      Rechtsanwalt und Avv. Stefan Brandes, Managing Partner Rödl & Partner Italien
     
     
    2. Industrie 4.0: Mega-Abschreibung und Geschäftschancen für deutsche Unternehmen in Italien
      Sebastian Euchenhofer, Team Leader Marktentwicklung & Markterschließung, AHK Italien
       Rüdiger Nitz, Experte im Bereich Industrie 4.0

     3. Investitionen in Italien: Greenfield, Brownfield, Firmenübernahme
      Alexander Angerer, Team Leader International Business Development, AHK Italien
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