Manager mit fast 30 Jahren Erfahrung in börsennotierten nationalen und internationalen Konzernen in den Bereichen Industrie, Verteidigung und Sicherheit. Experte für internationale Kooperationen, komplexe Programme, Märkte und Technologietrends.
Seit September 2020 ist er Geschäftsführer in Italien und strategischer Berater der Rheinmetall-Gruppe. Zu den wichtigsten Erfolgen zählen die Gründung des größten europäischen Joint Ventures im Verteidigungsbereich zusammen mit Leonardo, mit einem geschätzten Geschäftsvolumen von rund 23 Mrd. Euro, sowie das Wachstum des italienischen Industriegeschäfts auf über 1 Mrd. Euro Jahresumsatz und 3 Mrd. Euro Auftragseingang. Rheinmetall Italia zählt heute zu den 3 führenden italienischen Unternehmen bei Great Place to Work.
In den Jahren 2019–2020 war er Vizepräsident von Iveco Defence Vehicles und verantwortlich für das globale Geschäft und die internationalen Niederlassungen. Von 2006 bis 2019 hatte er Führungspositionen in der Elettronica SpA-Gruppe inne, darunter die Position des Geschäftsführers der Elettronica GmbH in Bonn. Darüber hinaus war er bei BAE Systems, Ericsson und multinationalen Technologieberatungsunternehmen tätig.
Er hat einen Abschluss in Elektronikingenieurwesen an der Universität La Sapienza in Rom sowie einen Executive MBA an der LUISS erworben. Ergänzend absolvierte er einen Master in Global Strategy and Security und Weiterbildungen am IASD sowie an der University of Bedfordshire. Er ist Mitglied des Vorstands von LRMV, AHK und der Business Unit ADRS Rheinmetall in der Schweiz sowie CEO von Rheinmetall Immobilien Italia. Zudem ist er Autor und Co‑Autor von Publikationen zu Geopolitik, digitaler Transformation und Innovation.
Der globale Markt erfordert zunehmend Struktur, Koordination und hohe fachliche Kompetenz. In diesem Kontext bin ich überzeugt, dass die Mitgliedschaft in der AHK Italien nicht nur die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland stärkt, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines nachhaltigen und resilienten Marktes leisten kann.
Wir erleben derzeit tiefgreifende geopolitische Veränderungen, die bestehende Industriemodelle nachhaltig beeinflussen werden. Diese müssen sowohl neue ESG‑Anforderungen als auch Herausforderungen im Bereich der globalen Verteidigung und Sicherheit berücksichtigen, insbesondere im Hinblick auf Daten, Technologien und internationale Abkommen. Die Auswirkungen auf Handel, Lieferketten sowie Angebot und Nachfrage sind bereits deutlich spürbar.
Ein fundiertes Verständnis dieser Entwicklungen kann zur Grundlage zukunftsfähiger Industriemodelle werden, die in der Lage sind, auf neue Marktanforderungen zu reagieren und sich auch in dynamischen und komplexen Rahmenbedingungen erfolgreich zu behaupten.
Diese Herausforderungen lassen sich nur im Rahmen eines integrierten System‑Ansatzes auf nationaler Ebene bewältigen, der zwingend den kontinuierlichen Dialog mit Institutionen, Ministerien, Verbänden und Unternehmen voraussetzt. Ein System ist immer nur so leistungsfähig wie sein langsamstes Element – erst wenn es gelingt, alle Akteure auf ein gemeinsames Niveau zu bringen, können die angestrebten Ergebnisse für das Land insgesamt erreicht werden.
Ich hoffe, dass meine persönliche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Institutionen sowie mit dem Industrie‑, Verteidigungs‑ und Sicherheitssektor zur strategischen Ausrichtung der AHK beitragen kann und dazu, ihre Rolle im italienischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gefüge weiter zu stärken und noch wirkungsvoller zu gestalten.